Einführung
Über das Stimmenhören
15 Prozent aller Menschen haben außergewöhnliche Wahrnehmungen,
drei bis fünf Prozent davon hören Stimmen, das heißt,
sie hören ganz real gesprochene Worte, die nur sie selbst hören
können. Die Stimmen können unterschiedliche Lautstärke
und verschiedene Charaktere haben. Sie können als störend
empfunden werden und unter Umständen viel Leid hervorrufen. Sie
können aber auch schützende Funktion haben und unter günstigen
Bedingungen eine Lebensbereicherung sein. Zu den Stimmen hörenden
Menschen gehörten zum Beispiel Jesus, Hildegard von Bingen, Jeanne
d`Arc, Gotthold Ephraim Lessing, C. G. Jung und Andy Warhol.
Wer oder was wird da laut? Welche Ursachen dafür gibt es? Dazu
existieren unterschiedliche Theorien - eine allgemein gültige Erklärung
gibt es nicht.
Oft bedeutet das Auftauchen der Stimmen eine erhebliche Verunsicherung.
Sachliche Informationen und der Austausch mit unvoreingenommenen Gesprächspartner/innen,
insbesondere mit anderen Stimmen hörenden Menschen, können
dieser entgegenwirken. Meist ist die Unfähigkeit mit den Stimmen
umzugehen das Problem und weniger das Hören von Stimmen an sich.
Viele Stimmen hörende Menschen trauen sich nicht über ihre
Erfahrungen zu reden. Allzu oft wird in unserer westlichen Kultur das
Vorhandensein außergewöhnlicher Wahrnehmungen, wie zum Beispiel
das Stimmenhören, lediglich als Zeichen einer Krankheit gesehen.
Diese undifferenzierte Herangehensweise hilft den Betroffenen wenig,
ihre Erfahrungen zu verstehen und zu bewältigen.
Das Netzwerk Stimmenhören e.V.
Seit 1998 gibt es in Deutschland das Netzwerk Stimmenhören e.V.
(kurz: NeSt). Das NeSt berät und informiert Stimmen hörende
Menschen, deren Angehörige und in der Psychiatrie oder Psychotherapie
Tätige. Wir suchen dabei auch außerhalb der Psychiatrie nach
neuen Wegen, wie Stimmen hörenden Menschen, die unter ihren Stimmen
leiden, besser geholfen werden kann.
Toleranz steht an erster Stelle. Das heißt, wir akzeptieren jede
Erklärung, die ein Stimmen hörender Mensch für seine
Stimmen gefunden hat, wenn sie ihm hilft, die Stimmen in sein Leben
zu integrieren. So stehen spirituelle, psychologische, biologische oder
technische Erklärungsmodelle gleichberechtigt nebeneinander. Unser
gemeinsamer Nenner dabei ist, (neue) Bewältigungsstrategien zu
entwickeln beziehungsweise zu festigen.
Auch wenn wir außerhalb der Psychiatrie nach neuen Wegen suchen,
heißt das nicht, dass wir gegen die Psychiatrie arbeiten. Uns
ist bewusst, dass wir nur gemeinsam, das heißt Betroffene, Angehörige
und in der Psychiatrie und Psychotherapie Berufstätige zusammen,
Änderungen in der Gesellschaft und damit auch in der Psychiatrie
herbeiführen können.
Um zu veranschaulichen, wie es zur Gründung des NeSt gekommen ist,
müssen wir ein wenig ausholen.
Die Entwicklung der Stimmenhörerbewegung
Die Entwicklung in Europa
Alles beginnt eigentlich schon Mitte der 80er Jahre mit der Begegnung
zweier Menschen in den Niederlanden: dem Sozialpsychiater Professor
Marius Romme und der Stimmenhörerin Patsy Haagan, beide aus Maastricht.
Patsy Haagan überzeugt Marius Romme davon, dass das Stimmenhören
für sie eine sehr reale Erfahrung ist. Sie fragt ihn: "Wenn
Sie an einen Gott glauben, den Sie nicht sehen können, warum glauben
Sie dann nicht an meine Stimmen, die zumindest ich hören kann?"
Patsy hört sehr negative Stimmen, die sie schon oft zu Selbstmordversuchen
getrieben haben. Psychiatrische Diagnosen und die Gabe von Medikamenten
helfen ihr weder das Phänomen zu beseitigen noch es zu verstehen
oder in ihr Leben zu integrieren.
Marius Romme wagt einen ungewöhnlichen Schritt: zusammen mit seiner
Patientin tritt er in einer populären niederländischen Talk-Show
auf. "Wenn Psychiater ihr nicht helfen können, vielleicht
können es andere Menschen, die auch Stimmen hören?" 450
Menschen mit Stimmen-Erfahrung melden sich, viele von ihnen waren noch
nie in der Psychiatrie. Die Stiftung
"Weerklank"
(Widerhall) wird gegründet. Eine Hilfsorganisation von und für
Menschen, die Stimmen hören. Mehrere nationale und internationale
Kongresse werden abgehalten und die Idee, anders als nur mit psychiatrischen
Diagnosen und Medikamenten an das Stimmenhören heranzugehen, verbreitet
sich weiter.
In England beschäftigt sich Paul Baker (Bruder eines Stimmenhörers)
damit, wie Stimmen hörenden Menschen besser geholfen werden könnte.
Er recherchiert und lernt Marius Romme kennen. 1987 gründen er
und andere das britische
"Hearing
Voices Network", in dem heute etwa 1000 Menschen - Stimmenhörer/innen,
Angehörige und professionelle Helfer/innen - organisiert sind.
Die Entwicklung in Deutschland
In den Niederlanden bekennt Professor Romme seine Ratlosigkeit gegenüber
seiner Patientin Patsy Haagan. Daraus entwickelt sich die niederländische
Stiftung
"Weerklank".
In Deutschland sucht die Psychiatrie-Erfahrene Dorothea Buck den Psychologen
Dr. Thomas Bock in seinem Seminar für Studenten an der Universität
Hamburg auf und beteiligt sich daran. Thomas Bock und seine Studenten
stellen fest, dass sich die Seminare unter Beteiligung Betroffener wesentlich
intensiver und lebendiger gestalten. Dies ist der erste Grundstein für
die heutigen Psychose-Seminare. Sie sind inzwischen bundesweit verbreitet
und werden von Angehörigen, Betroffenen und in der Psychiatrie
Tätigen besucht.
Trotz unterschiedlicher Ansätze entwickeln sich ähnliche Geschichten.
In beiden Fällen ist das Hauptanliegen, schwer verständliche
Phänomene gemeinsam und offen zu diskutieren und aus zu undifferenzierten
und psychiatrischen Erklärungen herauszurücken.
Thomas Bock und andere in unserem Sinne fortschrittliche Mitarbeiter/innen
aus der Psychiatrie kommen mit Marius Romme in Berührung. Sie greifen
die Idee auf, anders als bisher an das Stimmenhören heranzugehen.
1991 organisiert Ursula Plog in Berlin eine erste Tagung für Stimmen
hörende Menschen. Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit kommen
in den Räumen der Tagesklinik Reinickendorf nur 15 Menschen zusammen.
Dennoch geht aus dem Treffen eine erste Selbsthilfegruppe hervor. Diese
findet bis 1996 im Selbsthilfezentrum SEKIS in Berlin ein Domizil.
1995 drehen Thomas Bock und Irene Stratenwerth im Auftrag des NDR den
Dokumentarfilm "Hören Sie Stimmen? - Neue Erkundung eines
alten Phänomens". Dieser zieht eine Welle von Post nach sich.
So lernt Thomas Bock auch Günther Rieger aus Kiel und Hannelore
Klafki aus Berlin kennen. Beide hören seit Jahrzehnten Stimmen
und kommen unabhängig voneinander beinahe gleichzeitig auf die
Idee, Selbsthilfegruppen für Stimmen hörende Menschen zu gründen.
In der Hoffnung, möglichst viele Menschen mit Stimmen-Erfahrung
zu erreichen, treten sie gemeinsam mit Thomas Bock, Marius Romme und
Martha Tripels, einer Stimmenhörerin aus Holland, in einer Talk-Show
auf. Im Gegensatz zum niederländischen Beispiel melden sich aber
nur wenige Stimmen hörende Menschen.
Die Öffentlichkeitsarbeit geht weiter. 1997 werden im April in
Hamburg und im Oktober in Berlin erste größere nationale
Treffen organisiert. Die Medien greifen das Thema auf. Es folgen weitere
Fernsehauftritte und mehrere Zeitungsartikel. Indessen entstehen bereits
bundesweit weitere Selbsthilfegruppen beziehungsweise stellen sich Kontaktpersonen
für den Aufbau von Gruppen zur Verfügung. Es entsteht schon
ein kleines Netzwerk. Doch die Zahl der aktiven Menschen, Zeit, Geld
und Kraft sind begrenzt. Auf der Oktober-Tagung in Berlin beschließen
wir deshalb unser Netzwerk als gemeinnützigen Verein zu gründen.
Die Gründung des "Netzwerkes Stimmenhören"
1998 findet eine gemeinsame Veranstaltung des
Dachverbandes
psychosozialer Hilfsvereinigungen, des
Bundesverbandes
Psychiatrie-Erfahrener und der
Deutschen
Gesellschaft für soziale Psychiatrie statt. Thema: "Ich
und die Psychiatrie". Davon können auch viele Stimmen hörende
Menschen ein Lied singen. Stimmen können leider so negativ beherrschend
im Vordergrund stehen, dass viele Hilfe in der Psychiatrie suchen müssen.
Allzu oft werden dort die Stimmen eher formal als Kriterium für
die Feststellung einer seelischen Erkrankung betrachtet und die Behandlung
stützt sich vorwiegend auf Medikamente. Inhalte und mögliche
Bedeutungen der Stimmen werden selten untersucht.
Um gerade auch in der Psychiatrie ein neues Verständnis sowie eine
differenziertere Herangehensweise für das Phänomen "Stimmenhören"
zu erreichen, wollen wir unser Netzwerk gründen. Wie in den Niederlanden
und in Großbritannien setzen auch wir auf gleichberechtigten "Trialog"
zwischen Stimmenhörenden, deren Freund/innen, Angehörigen
und in psychiatrischer und psychotherapeutischer Praxis und Forschung
Tätigen. Wir möchten unsere Erfahrungen austauschen mit dem
Ziel, gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu vergrößern
sowie Verständnis, Toleranz und Akzeptanz füreinander und
in der Gesellschaft zu fördern.
Noch läuft die Vernetzung, Koordination und Sammlung der Adressen
über Thomas Bock in Hamburg. Am 23. Mai 1998 ist es dann so weit:
in Kaufbeuren findet die Gründungsversammlung statt. Stimmen hörende
Menschen, Angehörige und in der Psychiatrie Tätige erarbeiten
und verabschieden gemeinsam die Satzung. Mitglied im Netzwerk Stimmenhören
(NeSt) kann jede/r werden, die/der Stimmen hört, Angehörige/r
eines Stimmen hörenden Menschen ist, sich beruflich damit beschäftigt
oder einfach unsere Ziele unterstützen und zu ihrer Verwirklichung
beitragen möchte.
Nach der Gründung hat das NeSt seinen Sitz in Berlin. Einmal in
der Woche für einige Stunden stellt uns das Selbsthilfezentrum
SEKIS ein kleines Büro zur Verfügung. Erste Faltblätter
entstehen und immer mehr Gruppen bilden sich im Bundesgebiet. Außerdem
richten wir im Internet eine Homepage (
www.stimmenhoeren.de)
ein. Nicht zuletzt dadurch werden wir zunehmend bekannter. Immer mehr
Post und telefonische Anfragen erreichen uns. Bald wird klar: wir müssen
wieder ein Treffen organisieren, denn das Bedürfnis, sich auszutauschen,
ist groß.
Im Dezember 1999 findet in Berlin ein weiterer Kongress statt - diesmal
international. Zirka 200 Gäste aus dem In- und Ausland diskutieren
über das Stimmenhören und es wird deutlich, wie wichtig gerade
auch der internationale Austausch ist. Thema des Kongresses: "
Stimmenhören
im Wandel". Die zentrale Forderung ist wieder, mit Stimmen
hörenden Menschen über die Stimmen zu reden - besonders dann,
wenn sie sehr belastend sind.
Nach dem Kongress wird deutlich: Das Büro im
SEKIS
wird zu klein. Im März 2000 ziehen wir als Untermieter in das Tageszentrum
der
Pinel-Gesellschaft in Schöneberg.
Hier lassen wir uns ein eigenes Telefon und einen Faxanschluß
legen.
Die Zahl der aktiven Mitglieder ist zwar nicht sehr groß, aber
die wenigen, welche sich engagieren, sind mit viel Elan bei der Sache
- natürlich ehrenamtlich, denn das NeSt finanziert sich nur durch
Mitgliedsbeiträge und gelegentliche kleine Spenden.
Im November 2001 ist es wieder so weit: Wir veranstalten unseren dritten
Kongress in Berlin. Die Doppeldeutigkeit des Themas
"Leben und
arbeiten mit Stimmen" wird vom NeSt bewusst gewählt. In
Vorträgen und Arbeitsgruppen können die Teilnehmer/innen erfahren,
wie Stimmenhörer/innen an den Stimmen arbeiten, als auch diskutieren,
wie und ob arbeiten trotz Stimmenhören möglich ist. Gleichzeitig
geht es aber auch darum, wie Stimmen hörende Menschen - ob nun
mit oder ohne Arbeit - mit den Stimmen leben.
Internationales
Im Sommer 1998 wird das internationale Netzwerk
"Intervoice"
gegründet. Mitgliedsländer sind: die Niederlande, Großbritannien,
Italien, Japan, Deutschland, Schweden, Finnland, Norwegen und Portugal.
Auf der Basis einer neuen Herangehensweise an das Phänomen Stimmenhören
widmet sich
Intervoice der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung
möglicher Bewältigungsstrategien. Auch auf internationaler
Ebene wird dabei auf Austausch und Zusammenarbeit zwischen "Expert/innen
aus Erfahrung" und "Expert/innen aus Beruf" gesetzt.
Somit wächst die Hoffnung, dass unsere Hauptbotschaft international
verbreitet wird: Stimmenhören muss nicht zwangsläufig ein
Zeichen einer psychiatrischen Erkrankung sein. Es ist eine besondere
Wahrnehmungsform und kann sich je nach den Bedingungen des Einzelnen
zu einer Lebensbereicherung oder auch zu einer quälenden Erfahrung
entwickeln.
Tätigkeiten des NeSt
Information und Beratung
Zweimal wöchentlich bieten wir persönliche und telefonische
Beratung sowohl für Betroffene und/oder deren Angehörige als
auch für Berufstätige aus Psychiatrie, Psychotherapie und
Betreuung.
Wir
-
nehmen uns Zeit für zwanglose Einzelgespräche
-
zeigen mögliche Hilfen im Umgang/bei der
Arbeit mit den Stimmen beziehungsweise mit Stimmen hörenden
Menschen auf
-
informieren über die konkreten Angebote im
NeSt (offene Selbsthilfegruppen, Trialoggruppen etc.)
-
vermitteln Kontaktadressen oder -personen im gesamten
Bundesgebiet
-
informieren über Aktivitäten (Veranstaltungen,
Weiterbildungen etc.)
-
Im Aufbau sind zwei weitere Beratungsanschlüsse
- einer in Mannheim und ein zusätzlicher in Frankfurt am
Main
Kommunikation und Mitarbeit
In Selbsthilfegruppen, trialogisch besetzten und therapeutisch begleiteten
Gruppen besteht die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs, gegenseitiger
Unterstützung und der aktiven Mitarbeit.
Da bei unseren Kontaktpersonen und Gruppen eine relativ große
Fluktuation besteht, sind wir ständig auf der Suche nach weiteren
Kontaktpersonen.
Zur Zeit entstehen mehrere überregionale Arbeitsgruppen zur Öffentlichkeitsarbeit,
zur Schaffung eines Kontaktzentrums und zur Zusammenarbeit mit Therapeut/innen
u. a., die sich beruflich mit dem Stimmenhören beschäftigen.
Fortbildungsseminare
Alle Fortbildungen richten sich immer sowohl an (Psychiatrie-) Mitarbeiter/innen
als auch an Angehörige und Betroffene.
Seit 1997 bieten wir über die
Deutsche Gesellschaft für
soziale Psychiatrie, seit 2000 über die
Wannsee-Akademie
in Berlin und seit 2002 auch direkt über das NeSt ein- und zweitägige
Seminare zum Thema "Stimmenhören" an.
Auf Anfrage besuchen wir psychiatrische Krankenhäuser, Psychoseseminare,
Tagesstätten, Volkshochschulen und andere Einrichtungen für
zwei- bis dreistündige Kurzfortbildungen.
Einerseits möchten wir damit Verständnis wecken und einen
neuen Zugang zum Stimmenhören vermitteln, andererseits aber auch
konkrete Anregungen für die Arbeit mit den Stimmen beziehungsweise
mit Stimmen hörenden Menschen bieten. Die Entwicklung kurz- und
langfristiger Bewältigungsstrategien soll es Stimmenhörer/innen
ermöglichen, ihr Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen
und so eine (weitere) Psychiatrisierung in der Akutpsychiatrie, aber
auch im ambulant/komplementären Bereich zu verhindern.
Öffentlichkeitsarbeit
Bei Interesse der Medien am Thema Stimmenhören stellen wir Interviewpartner/innen
zur Verfügung. Außerdem versuchen wir immer, auf geeigneten
psychosozialen Veranstaltungen, Gesundheitstagen oder ähnlichen
Ereignissen (wie z.B. beim Kirchentag in Stuttgart oder beim Selbsthilfetag
in Berlin-Neukölln) zumindest mit einem Informationsstand präsent
zu sein.
"Unser kleines
Stimmenhörerjournal"
Im Laufe der Jahre hat es sich als Mitgliederrundbrief des NeSt etabliert.
Es erscheint vierteljährlich, bereits im sechsten Jahrgang. Schwerpunkt
des Journals sind Erfahrungsberichte über das Stimmenhören
aus unterschiedlichsten Perspektiven. An dieser Stelle möchten
wir alle Angehörigen und in der Psychiatrie, Psychotherapie und
Betreuung Tätigen ausdrücklich ermutigen, noch mehr über
ihre Erfahrungen mit Stimmen hörenden Menschen und ihre Einstellung
zu diesem Thema zu schreiben. Immer wieder berichten wir auch aus den
Mitgliedsländern von
Intervoice,
sodass unsere Leser/innen auch über Aktivitäten der Stimmenhörer-Bewegung
im Ausland informiert sind. Das Journal kann - unabhängig von der
Mitgliedschaft - abonniert werden.
Internetpräsenz
Auf unserer Homepage
www.stimmenhoeren.de
finden Sie unter anderem verschiedene Stimmenhörerjournale, aktuelle
Termine, ein Diskussionsforum, bundesweite Kontaktpersonen und Gruppen
und weiterführende Links. Zwischen Januar und Dezember 2001 besuchten
weit über 5000 Menschen unsere Homepage.
Über die E-Mail-Adresse
stimmenhoeren@gmx.de
können Sie uns persönlich kontaktieren.
Kooperation
Wir arbeiten mit anderen Verbänden, zum Beispiel mit der
Deutschen
Gesellschaft für soziale Psychiatrie, zusammen, um die
Diskussion zum Phänomen Stimmenhören auch dort voranzutreiben,
indem wir auch auf ihren Veranstaltungen Referate halten oder Arbeitsgruppen
gestalten.
Dabei verstehen wir uns nicht als Konkurrenz zu anderen Verbänden
wie zum Beispiel dem Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener oder dem Verband
der Angehörigen psychisch Kranker, sondern im Gegenteil als Ergänzung.
Das Besondere an unserem NeSt ist ja, dass hier nicht nur die Betroffenen
Mitglied werden können, sondern eben auch Angehörige und in
der Psychiatrie und Psychotherapie Berufstätige.
Ständigen Kontakt unterhalten wir zu
Intervoice
und beteiligen uns so an Austausch und Zusammenarbeit auch auf internationaler
Ebene.
Veranstaltungen
Zum Thema Stimmenhören haben wir schon mehrere Kongresse organisiert
und bieten diese in zweijährigem Rhythmus auch weiterhin an. Damit
möchten wir an erster Stelle den gegenseitigen (überregionalen)
Austausch ermöglichen, aber auch die Öffentlichkeit informieren
und mögliche neue Mitglieder interessieren. Die bisherigen Themen
waren: 1997: "Hören auch Sie Stimmen?"; 1999: "Stimmenhören
im Wandel"; 2001: "Leben und arbeiten mit Stimmen";
2003: "Stimmenhoeren - (k)eine Katastophe, 2005:"Mit Stimmen
sprechen".
Berlin, 2002